Hier finden Sie aktuelle Projektmeldungen, Hinweise auf Veranstaltungen und Meldungen zum Thema in den Medien.
März 2025
Wichtiger Veranstaltungshinweis für den 13. März 2025, 15 Uhr, in Erfurt in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße (Andreasstraße 37a, 99084 Erfurt) wird die Sonderausstellung Jugendstrafvollzug in der DDR eröffnet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig. Dr. Udo Grashoff, Autor der Ausstellung wird diese am 13. März 2025 mit einem Vortrag und einer Kuratorenführung eröffnen. Unser Projektverantwortlicher Manfred May wird auch vor Ort sein. Die Ausstellung wird bis zum 21. Mai 2025 in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt zu sehen sein.
Zur Ausstellung:
Im Nordosten der Stadt Halle, im Stadtteil Frohe Zukunft gelegen, befand sich seit 1971 das ›Jugendhaus Halle‹. Es war die größte und modernste Jugendhaftanstalt der DDR. Sie beherbergte zeitweise bis zu 1.200 männliche, meist jugendliche Häftlinge. Die Ausstellung informiert anschaulich über das Geschehen hinter den Gefängnismauern und gibt Einblicke in den Haftalltag. Dieser war durch strikten Tagesablauf, militärischen Drill und Drangsalierung, aber auch durch Eigensinn der Inhaftierten gekennzeichnet. Machtmissbrauch durch Bedienstete und die oft mit brutaler Gewalt durchgesetzte Häftlingshierarchie konterkarierten den offiziellen Erziehungsanspruch.
Die Ausstellung wurde von Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle erstellt und gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Der Autor der Ausstellung, Dr. Udo Grashoff, Historiker und Schriftsteller, hat u.a. zum Gefängnisalltag im Jugendhaus Halle geforscht. Hierzu ist 2023 das Buch erschienen „Die Schlägerei hört einfach nicht auf“. Jugendhaus Halle. Gefängnisalltag (1971-1989). 2006 wurde er mit einer Arbeit über Selbsttötungen in der DDR promoviert. Er forscht und lehrt zu Themen der Zeitgeschichte, hier vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus und DDR. Aktuell ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hannah-Ahrendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden und forscht zum Thema „Der lange Schatten der Kollaboration. Vergleichende Perspektiven auf den Umgang mit ehemaligen kommunistischen und sozialdemokratischen V-Leuten der Gestapo nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost- und Westdeutschland und Österreich“.
Kleiner Rückblick auf die Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf dem Ringberg in Suhl. Die Messe fand vom 27. Februar bis 1. März 2025 statt. Am 28. Februar stellte Martin Montag, Vorstandsvorsitzender im Bürgerkomitee des Landes Thüringen e.V., das Projekt „Der Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze – erlaufen, erfahren, erinnern“ vor. Informationen zum Projekt finden sich hier. Die interaktive Karte mit über 1000 Einträgen zu Todesfällen, Fluchten, Gedenkstätten usw. an der ehemaligen innerdeutschen Grenze kann man hier abrufen.
Januar 2025
Wichtiger Veranstaltungshinweis für den 16. Januar 2025, 18 Uhr, in Meiningen in der Städtischen Galerie Ada (Bernhardstraße 3, 98617 Meiningen): Podiumsdiskussion: Heimkinder in der DDR. Das Thema ist die Aufarbeitung von Heimerziehung in der DDR in der Region. Mit dabei ist unser Projektverantwortlicher Manfred May, die Historikerin Stefanie Falkenberg aus Jena vom Projekt DENKOrte des ThürAZ, Torsten Eckold, Filmemacher aus Jena (u.a. Dokumentarfilm „Verlorene Zeit – Gegen das Schweigen“) und die Historikerin Dr. Anke Geier aus Suhl. Die Moderation übernimmt Dr. Iris Helbing, Historikerin und Fachbereichsleiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt Meiningen. Das Podiumsgespräch ist kostenfrei und soll u.a. auch zur Sensibilisierung des Themas Heimerziehung in der DDR beitragen und über Projekte zum Thema informieren. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.