Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Projektmeldungen, Hinweise auf Veranstaltungen und Meldungen zum Thema in den Medien.

März 2026

Der neue Band der edition H von Manfred May ist auf der Website edition H erhältlich.

TANZVERBOT LAUT FUNKTIONSBERATUNG. Die Ausgabe erscheint im Bestand Materialien III. Hier der Link zum Band auf der Website edition H.

Der Satz „Ich werde immer an den Werkhof denken“ steht in einem Brief, der aus heutiger Sicht die geradezu widerwärtige Einforderung von Unterwerfungsgesten abbildet: „Ich bedanke mich bei allen Erziehern und Lehrausbilder und Lehrer in diesem Werkhof für ihre Bemühung und Erziehung um mich. Ich werde meiner Arbeit jeden Tag nachgehen. Ich werde immer an den Werkhof denken.“ Er ist aber auch bittere Realität für viele der Menschen, die einen Teil ihrer Jugend im Jugendwerkhof verbrachten. Das Unmittelbare, das Sinnliche in der Kommunikation, Tonfärbung, Lautstärke zwischen Erzieherinnen, Erziehern und den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen sind in aller Regel verloren. Das sogenannte Übergabebuch der Mädchengruppe 2 des Jugendwerkhofes Gebesee, das zwischen 16. August 1987 und 1. September 1989 geführt wurde, stellt einen Glücksfall dar: Es ist die verschriftlichte Kommunikation der Erzieherinnen untereinander, die Mitteilungen, die sie über die von ihnen zu betreuenden weiblichen Jugendlichen für den Arbeitsgebrauch machten. Der Alltag im Werkhof, seine Banalität, die Ausnutzung der Mädchen als Arbeitskräfte, das System von demütigenden Strafen, der „Selbsterziehung“ mit Hilfe der „Funktionäre“. Diese standen in der Hierarchie zwischen Erzieherinnen und „normalen“ Zöglingen. Sie wurden willkürlich ausgewechselt, durften oder sollten temporär selbst Macht ausüben. Dies äußert sich beispielsweise in der „Erfindung“ kleinlicher Verbote als Bestrafung.

Es gibt noch immer keine Neuigkeit zum Förderantrag beim Thüringer Bildungsministerium. Das Warten geht weiter.

Februar 2026

Am 27. Februar 2026 hat der Projektbearbeiter Manfred May das Projekt Heimorte und die edition H auf der Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Suhl vorgestellt. Thema der diesjährigen Geschichtsmesse vom 26. bis 28. Februar 2026 war „Alles bleibt anders. Transformationserfahrungen seit 1989/90“. In der Projektvorstellung wurden eingangs Zahlen zur Heimerziehung in der DDR genannt (der Historiker Christian Sachse geht von 495.000 Heimeinweisungen in der DDR aus; in Thüringen sollen zwischen 1945 und 1990 mindestens 29.000 Kinder und Jugendliche in Heimen untergebracht gewesen sein). Anschließend stellte Manfred May seine Arbeit in der Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder dar, u.a. führte er ab 2003 mindestens 1.500 explorative Gespräche mit ehemaligen Heimkindern in Thüringen. Den größeren Teil seiner Projektvorstellung nahm dann der Einblick in die Arbeit an der edition H ein. Sehr eindringlich ging er auf den ersten Band „Ich; Gisela Schubert“ der edition H ein, erläuterte aber auch die folgenden Bände und Quellenbücher, die mittlerweile erschienen sind. 

Der Förderantrag bzw. die Interessensbekundung bei der Deutschen Stiftung Engagement und Ehrenamt (Programm transform_D) wurde leider abgelehnt. Ein Bescheid zum Förderantrag beim Thüringer Bildungsministerium steht noch aus. Bitte weiter Daumen drücken!

Januar 2026

Das Projekt Heimorte wünscht ein gesundes, neues Jahr 2026. Um das Projekt auch in diesem Jahr fortzuführen, wurden 2025 Anträge auf Projektförderung gestellt. Es heißt noch immer Daumen drücken für einen positiven Förderbescheid.